Das Arbeitslosenspiel: Was bringt der zweite Teil? - Volker Quarz im Gespräch
08.03.2010

Volker Quarz ist der Entwickler und Betreiber des Arbeitslosenspiels 2. Dies startete vor Kurzem. Bei Gamesdynamite hat Volker nun die Möglichkeit, euch seine Spielidee vorzustellen.


Gamesdynamite: Bisher betreibst du das Deutschlandspiel und das Arbeitslosenspiel. Für Letzteres ist Teil zwei vor Kurzem gestartet. Erkläre bitte kurz, wourm es dort geht.
Volker Quarz: Wie auch in Teil 1 vom Arbeitslosenspiel kann man im Arbeitslosenspiel 2 gegen andere Spieler kämpfen, Cliquen gründen und sich durch verschiedene Aktionen verbessern.

Gamesdynamite: Was war dein Antrieb, einen zweiten Teil zu starten?
Volker Quarz: Im Vordergrund stand für mich eine optische und spielerische Verbesserung, ohne auf die tollen Funktionen zu verzichten, welche das Arbeitslosenspiel schon seit über vier Jahren so erfolgreich gemacht haben. Der zweite Teil ist einfach leichter zu verstehen und das Levelup ist völlig neu aufgebaut. Es gibt nun drei Fertigkeiten, welche für den Spielverlauf entscheidender sind. Früher hatte Spielgeld mehr Einfluss, heute ist es die Skillung (Fertigkeitsverteilung).

Gamesdynamite: Also geht es nicht darum, sich über Arbeitslose lustig zu machen?
Volker Quarz: Darum ging es mit nie und in Teil 2 mache ich das noch viel deutlicher, indem ich Comics statt Fotos verwendet habe. Ich veräpple nicht die Arbeitslosen mit meinem Spiel, sondern viel mehr jene, die schlecht über Arbeitslose denken. Und es gibt viele die Menschen, die einen schlechten Eindruck von Arbeitslosen haben. Genau diesen Leuten halte ich einen Spiegel vor die Nase. Man muss auch bedenken, dass ich 2007 Das Arbeitslosenspiel entwickelt habe als ich selber Arbeitslos war.

Gamesdynamite: Wie erfolgreich läuft der zweite Teil? Sind deine Erwartungen bisher erfüllt oder gar überfüllt?
Volker Quarz: Ich bin absolut zufrieden. Die Spieler sind innerhalb des neuen Forums aktiv und freundlich und es scheint allen Spaß zu machen. Es werden täglich mehr Spieler und wir haben schon viele Ideen auf Lager, um Das Arbeitslosenspiel 2 noch interessanter zu machen.

Gamesdynamite: Es gibt eine ganze Reihe Server (z. Zt. acht Stück). Bei welchem sollte man sich als Einsteiger anmelden.
Volker Quarz: Ich würde generell allen Anfängern empfehlen, sich in der neuen Version vom Arbeitslosenspiel anzumelden, weil es dort für Einsteiger einfacher ist. Vom alten Arbeitslosenspiel 1 gibt es tatsächlich 8 Server und wer dort Spielen möchte, sollte zwischen Server 6 und 7 wählen.

Gamesdynamite: Hast du Tipps, worauf Spieler dringend zu Beginn achten sollten?
Volker Quarz: Ich würde am Anfang jeden Cent an Spielgeld auf die Bank bringen, damit es sicher ist vor Angriffen. Dann würde ich als Allererstes eine Waffe kaufen und erst sehr spät ab Level 10 in die Ghettokämpfe einsteigen. Bewerbt euch bei möglichst vielen Cliquen und seit innerhalb der Cliquen auch spendabel. Nur so kann eine Clique im Arbeitslosenspiel 2 Erfolg haben.


Teil 2: Grafik, 2010, Browsergame-Branche


Gamesdynamite: Die comicartige Grafik, die du nutzt, hat etwas einzigartiges. Ist das das Alleinstellungsmerkmal deiner Spieler oder womit möchtet ihr euch im Browsergame Markt positionieren?
Volker Quarz: Ich setze schon immer auf eine provokannte Aufmachung meiner Spiele, ohne dabei verletzend oder politisch zu werden. Mein Ziel ist es, den Vielspielern sowie den Zwischendurchspielern Unterhaltung zu bieten.

Gamesdynamite: Was dürfen wir von dir in 2010 weiterhin erwarten?
Volker Quarz: Ziel ist es nun für 2010 die Spiele Deutschlandspiel und Arbeitslosenspiel 2 weiter auszubauen und zu verbessern. Die Spiele sollen unbedingt immer etwas Neues bieten und das wird nun unsere Aufgabe für die nächsten Monate werden. Aber auch über ein OpenSocial Projekt grübeln wir zur Zeit. Aber ich betone nochmals: Im Vordergrund stehen erstmal die beiden existierenden Spiele.

Gamesdynamite: Was meinst du: In welche Richtung steuer die Browsergame Branche dieses Jahr?
Volker Quarz: Ich glaube das Browsergames mehr und mehr zum Zeitvertreib und zur Unterhaltung werden. Es werden mehr Spieler als die Jahre zuvor auf Browsergames zurückgreifen, weil diese immer besser werden und die Entwickler immer mehr dazu lernen. Ich glaube auch, das die kleineren Entwicklerstudios die Internationalisierung und Social Communities ins Auge ziehen werden.
6802 Das Arbeitslosenspiel: Was bringt der zweite Teil?

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